Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für systemische Aufstellungen mit Marlene Graßl (keine heilkundliche Tätigkeit)
Marlene Graßl
Lessingstraße 8
82211 Herrsching
(nachfolgend „Anbieterin")
E-Mail: willkommen@marlene-grassl.de
Website: www.marlene-grassl.de
Telefon: +49 (0) 177 2788337
1. Leistungsinhalt
1.1. Angebot
Die Anbieterin bietet die Prozessbegleitung im Format der systemischen Aufstellungsarbeit an. Die Aufstellungen dienen der persönlichen Reflexion, Klarheit und Lösung von Themen. Die Buchung der Leistungen kann über die Internetseite www.marlene-grassl.de erfolgen.
1.2. Abgrenzung zu Heilbehandlungen
Die angebotenen Leistungen dienen nicht der Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden.
Die Anbieterin stellt keine Diagnosen, erbringt keine Psychotherapie und gibt kein Heil- oder Erfolgsversprechen ab. Die Prozessbegleitung ersetzt keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.
1.3 Methoden
Die Anbieterin verfügt über fundierte Aus- und Weiterbildungen und Erfahrung im Bereich systemische Aufstellungsarbeit, Mentaltraining, Prozess-, Ritual- und Energiearbeit. Die angebotenen Leistungen werden ausschließlich im Rahmen nicht heilkundlicher Coachings und psychologischer Beratung erbracht und ersetzen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.
Psychotherapie, Diagnostik oder Behandlung psychischer Erkrankungen sind nicht Gegenstand der angebotenen Leistungen.
1.4 Durchführung (Live & Online / Fernkommunikation)
Die Leistungen werden live in Herrsching und München oder mittels Fernkommunikationsmitteln erbracht, insbesondere über Videoübertragung über das Internet oder telefonisch. Die Nutzung weiterer Kommunikationsmittel (z. B. Messenger-Dienste) erfolgt ausschließlich nach individueller Absprache. Ein Anspruch auf die Nutzung einer bestimmten technischen Plattform besteht nicht.
1.5 Keine Akut- oder Notfallversorgung
Die angebotenen Leistungen stellen keine Notfallversorgung dar. Bei akuten psychischen Krisen, Suizidalität oder dem Verdacht auf eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung ist das Angebot nicht geeignet. In solchen Fällen sind unverzüglich ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe sowie gegebenenfalls Notruf- oder Krisendienste in Anspruch zu nehmen.
2. Einbeziehung & Geltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
2.1 Geltungsbereich
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über Prozessbegleitung zwischen der Anbieterin und der jeweiligen Klientin bzw. dem jeweiligen Klienten (nachfolgend "Klient:in").
2.2 Einbeziehung
Die AGB werden der/dem Klient:in vor Vertragsschluss in zumutbarer Weise zur Kenntnis gebracht und können über die Website der Anbieterin eingesehen und gespeichert werden.
Mit der internetbasierten Terminbuchung über www.marlene-grassl.de bzw. mit der ausdrücklichen Buchungsbestätigung im Rahmen einer direkten Terminvereinbarung (z. B. per E-Mail, Telefon oder Messenger-Dienst) erklärt die/der Klient:in, von diesen AGB Kenntnis genommen zu haben und ihnen zuzustimmen.
2.3 Gültige Fassung
Es gilt jeweils die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB. Die jeweils aktuelle Fassung ist auf der Website der Anbieterin unter www.marlene-grassl.de einsehbar.
2.4 Änderungen
Die Anbieterin behält sich vor, diese AGB für zukünftige Verträge anzupassen, insbesondere bei rechtlichen, organisatorischen oder inhaltlichen Änderungen der angebotenen Leistungen.
Änderungen gelten ausschließlich für Verträge, die nach Inkrafttreten der geänderten AGB geschlossen werden. Für bereits geschlossene Verträge gilt weiterhin die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung.
3. Zustandekommen des Vertrages
3.1 Terminanfrage
Die Online-Terminbuchung über die Website der Anbieterin oder eine direkte Terminvereinbarung (z. B. per E-Mail, Telefon oder Messenger-Dienst) stellt zunächst eine unverbindliche Anfrage der/des Klient:in auf Abschluss eines Coaching- bzw. Beratungsvertrages dar.
3.2 Vertragsschluss
Der Vertrag zwischen der Anbieterin und der/dem Klient:in kommt erst zustande, wenn
-
der vereinbarte Gesamtbetrag bei der Anbieterin eingegangen ist und
-
die Anbieterin den Termin in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt.
3.3 Nichtannahme
Die Anbieterin ist nicht verpflichtet, eine Terminanfrage anzunehmen.
Sofern die Anbieterin eine Terminanfrage nicht annimmt (z. B. aufgrund fehlender Verfügbarkeit), kommt kein Vertrag zustande. Bereits eingegangene Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich erstattet.
3.4 Bezahlung & Zahlungsfrist
Sofern im Rahmen des Buchungs- oder Zahlungsprozesses keine abweichende Frist angegeben ist, ist der vereinbarte Betrag innerhalb der dort genannten Zahlungsfrist zu leisten.
Erfolgt innerhalb dieser Frist kein Zahlungseingang, ist die Anbieterin berechtigt, die Terminanfrage zu stornieren und den entsprechenden Termin wieder freizugeben.
4. Vertraulichkeit
4.1 Grundsatz
Die Anbieterin behandelt sämtliche Informationen aus der Kontaktaufnahme sowie alle Inhalte der Prozessbegleitungs-Gespräche grundsätzlich vertraulich.
Eine gesetzliche Schweigepflicht im Sinne medizinischer oder psychotherapeutischer Berufe besteht jedoch nicht.
4.2 Ausnahmen
Eine Weitergabe von Informationen an Dritte erfolgt ausschließlich, wenn
-
die/der Klient:in zuvor ausdrücklich in Textform eingewilligt hat oder
-
die Anbieterin aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder aufgrund einer vollziehbaren behördlichen oder gerichtlichen Anordnung zur Offenlegung verpflichtet ist.
4.3 Selbst- und Fremdgefährdung
Besteht nach pflichtgemäßer Einschätzung der Anbieterin der begründete Verdacht einer akuten Selbst- oder Fremdgefährdung, ist die Anbieterin berechtigt, in dem hierfür erforderlichen Umfang geeignete Stellen zu informieren (z. B. Notruf, Krisendienst oder andere zuständige Hilfsstellen), sofern dies zum Schutz der betroffenen Person oder anderer Personen erforderlich erscheint.
5. Leistungen, Buchung und Vergütung
5.1 Leistungen
Die Leistungen der Anbieterin ergeben sich im Einzelnen aus den zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website www.marlene-grassl.de unter der Rubrik „ARBEITE MIT MIR“ veröffentlichten Angebotsbeschreibungen.
Maßgeblich ist jeweils die dort in ihrer aktuellen Fassung veröffentlichte Beschreibung des gebuchten Leistungspakets, insbesondere hinsichtlich Dauer der Sitzungen, Format sowie Preis.
Die Anbieterin ist berechtigt, ihr Leistungsangebot jederzeit anzupassen, zu erweitern oder einzustellen. Änderungen gelten jedoch nicht für bereits geschlossene Verträge. Alle Leistungen werden ausschließlich im Rahmen nicht heilkundlichen Beratung und nicht psychotherapeutischer Beratung erbracht (vgl. Ziffer 1 dieser AGB).
Sofern neu angebotene Leistungen nicht ausdrücklich abweichenden Regelungen unterstellt werden, gelten die vorliegenden AGB entsprechend auch für diese Leistungen.
5.2 Formen der Leistungen
Die angebotenen Leistungen unterteilen sich in Einzelsitzungen, Prozessbegleitung (Vorbereitung & Integration) sowie Aufstellungen mit Stellvertretung.
5.2.1 Einzelsitzung
Eine Einzelsitzung ist eine einzelne Begleitungs-Einheit zu einem vereinbarten Termin.
Sie dient der Bearbeitung eines konkreten Anliegens im Rahmen eines einmaligen Termins und inkludiert ein Vor- und Nachgespräch. In begründeten Fällen kann ein weiterer Termin vereinbart werden, wenn Themen aus der ursprünglichen Sitzung vertieft oder abgeschlossen werden sollen. Ein Anspruch auf weitere Termine ergibt sich hieraus jedoch nicht.
5.2.2 Prozess-Begleitung
Ein Begleitungs-Paket ist ein strukturiertes Begleitungs-Angebot, das aus mehreren aufeinander aufbauenden Sitzungen besteht und über einen festgelegten Zeitraum durchgeführt wird. Begleitungs-Pakete beinhalten zum einen die Vorbereitung vor einer systemischen Aufstellungs-Sitzung als auch die Integration nach einer systemischen Aufstellungs-Sitzung.
Die längerfristige Begleitung stellt ein zusammenhängendes Begleitungskonzept dar, bei dem mehrere Termine vereinbart werden, um Themen kontinuierlich zu bearbeiten und Entwicklungsprozesse zu begleiten.
Anzahl, Dauer und Zeitraum der Sitzungen werden individuell nach Bedarf mit der/m Klient:in vereinbart.
5.2.3 Aufstellung mit Stellvertretung
Gruppenveranstaltungen sind Aufstellungen mit Stellvertretung mit mehreren Teilnehmern, die sowohl live, als auch online abgehalten werden.
Sie können insbesondere in Form von Seminaren, Workshops, Webinaren, Gruppenveranstaltungen oder vergleichbaren Formaten erfolgen. Diese stellen keine individuelle Beratung oder Prozessbegleitung im Einzelfall dar.
5.3 Buchung
Die Buchung erfolgt online über die Website www.marlene-grassl.de oder – sofern angeboten – durch direkte Terminvereinbarung in Textform über die auf der Website angegebenen Kontaktdaten.
Für das Zustandekommen des Vertrages gelten die Regelungen in Ziffer 3 dieser AGB.
5.4 Preise
Es gilt der zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website www.marlene-grassl.de veröffentlichte Gesamtpreis.
Gegenüber Verbraucher:innen im Sinne des § 13 BGB verstehen sich alle angegebenen Preise als Endpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer sowie sämtlicher Preisbestandteile.
Gegenüber Unternehmer:innen im Sinne des § 14 BGB verstehen sich die angegebenen Preise als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes angegeben ist.
5.5 Zahlung
Die Bezahlung erfolgt nach Absprache bar vor Ort, auf Rechnung oder im Voraus über Wix (verschiedene Zahlungsmöglichkeiten).
Als Zahlungsmethoden stehen insbesondere Überweisung, Kreditkarte, SEPA-Lastschrift sowie weitere über den Zahlungsdienstleister Stripe angebotene Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
5.6 Fälligkeit
Sofern nichts Abweichendes vereinbart ist, ist die Vergütung sofort zur Zahlung fällig.
Für das Zustandekommen des Vertrages gelten die Regelungen in Ziffer 3 dieser AGB (Vertragsschluss erst nach Zahlungseingang und Terminbestätigung).
5.7 Preisänderungen
Die Anbieterin ist berechtigt, Preise für zukünftige Buchungen anzupassen.
Für bereits gebuchte und bestätigte Leistungen bleibt der zum Zeitpunkt der Buchung vereinbarte Preis maßgeblich.
5.8 Kostenerstattung durch Krankheit
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um nicht heilkundliche Leistungen handelt.
Eine Erstattung der Kosten durch gesetzliche Krankenkassen erfolgt in der Regel nicht.
Eine mögliche (Teil-)Erstattung durch private Kostenträger liegt ausschließlich in der Verantwortung der/des Klient:in und sollte vor der Buchung eigenständig geklärt werden.
6. Stornierung, Umbuchung & Ausfallshonorar
6.1 Form der Absage / Maßgeblicher Zeitpunkt
Stornierungen und Umbuchungen sind der Anbieterin in Textform mitzuteilen, z. B. per E-Mail an willkommen@marlene-grassl.de
Maßgeblich für die Einhaltung von Fristen ist der Zeitpunkt des Zugangs der Absage oder Umbuchung bei der Anbieterin.
6.2 Leistung "Einzelsitzung"
6.2.1 Stornierung
Eine Stornierung ist bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
Bei einer Stornierung weniger als 48 Stunden vor dem Termin wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 50 % der vereinbarten Vergütung fällig.
Bei der Bemessung dieses Pauschalsatzes wurden ersparte Aufwendungen (z. B. eingesparte Betriebskosten) sowie die Möglichkeit einer anderweitigen Verwendung der freigewordenen Zeit bereits pauschal berücksichtigt.
Der/dem Klient:in bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein höherer Schaden entstanden ist.
6.2.2 Umbuchung
Eine Umbuchung ist bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
Bei einer Umbuchung weniger als 24 Stunden vor dem Termin wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 50 % der vereinbarten Vergütung fällig, da der ursprünglich reservierte Termin kurzfristig regelmäßig nicht mehr anderweitig vergeben werden kann.
Der/dem Klient:in bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
6.2.3 Nichterscheinen (No-Show)
Bei Nichterscheinen (No-Show) zum vereinbarten Termin oder bei einer Absage nach Terminbeginn wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 100 % der vereinbarten Vergütung fällig.
Ein Nichterscheinen (No-Show) liegt auch vor, wenn die/der Klient:in nicht spätestens 10 Minuten nach dem vereinbarten Terminbeginn am vereinbarten Online-Termin oder Telefonat teilnimmt und zuvor keine Mitteilung erfolgt ist.
Der/dem Klient:in bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein höherer Schaden entstanden ist. Ersparte Aufwendungen sowie eine anderweitige Verwendung der Arbeitszeit sind anzurechnen.
6.3 Leistung "Prozess-Begleitung"
6.3.1 Gültigkeit & Übertragbarkeit
Prozess-Begleitung (z. B. Vorbereitungs- oder Integrations-Begleitung), die aus mehreren Sitzungen bestehen, haben – sofern nichts anderes vereinbart wurde – eine Gültigkeitsdauer von vier Monaten ab der ersten wahrgenommenen Sitzung (drei Monate Begleitungszeitraum plus ein Monat Puffer).
Gebuchte Sitzungen sind nicht auf Dritte übertragbar.
6.3.2 Stornierung vor der ersten Sitzung des Pakets
Eine Stornierung ist bis 48 Stunden vor der ersten Sitzung kostenfrei möglich.
Bei einer Stornierung weniger als 48 Stunden vor dem Termin wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 100 Euro fällig.
Mit Beginn der ersten Sitzung gilt das Begleitungsprogramm als gestartet.
6.3.3 Absage einzelner Termine innerhalb einer Prozess-Begleitung
Für die Absage einzelner Termine innerhalb eines gestarteten Begleitungs-Pakets gelten die Regelungen aus Ziffer 6.2.1 – 6.2.3 entsprechend, mit der Maßgabe, dass die Stornierungsfrist 48 Stunden und die Umbuchungsfrist 24 Stunden vor dem jeweiligen Einzeltermin beträgt.
6.3.4 Vergütung / nicht wahrgenommene Sitzungen / vorzeitige Beendung
Gegenüber Verbraucher:innen (§ 13 BGB) ist eine ordentliche Kündigung der Prozess-Begleitung mit einer Frist von 14 Tagen in Textform möglich. In diesem Fall wird die Vergütung für bereits erbrachte Sitzungen sowie eine Ausfallpauschale von 50 % der Vergütung der noch nicht erbrachten Sitzungen fällig. Der/dem Klient:in bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
Gegenüber Unternehmer:innen (§ 14 BGB) wird das Kündigungsrecht nach § 627 BGB ausgeschlossen.
Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für die Anbieterin kann insbesondere vorliegen bei:
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wiederholtem unentschuldigtem Nichterscheinen,
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schwerwiegendem Vertrauensbruch,
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und/oder Umständen, aufgrund derer eine Fortführung der Zusammenarbeit aus fachlichen, fürsorgerischen oder Sicherheitsgründen nicht vertretbar erscheint.
Soweit gesetzliche Kündigungsrechte anwendbar sind (insbesondere §§ 627, 628 BGB), bleiben diese unberührt; die Abrechnung erfolgt in diesem Fall nach den gesetzlichen Vorschriften.
Eine Rückerstattung für Termine, die die/der Klient:in innerhalb der Gültigkeitsdauer nicht wahrnimmt, ist grundsätzlich ausgeschlossen, sofern innerhalb dieses Zeitraums ausreichende Terminmöglichkeiten angeboten wurden und die Nichtwahrnehmung im Verantwortungsbereich der/des Klient:in liegt.
6.3.5 Verfall von Sitzungen
Der Anspruch auf die Durchführung der vereinbarten Sitzungen besteht ausschließlich innerhalb der Gültigkeitsdauer von vier Monaten ab der ersten wahrgenommenen Sitzung.
Nicht wahrgenommene Sitzungen verfallen nach Ablauf dieser Frist, sofern der/dem Klient:in innerhalb des Gültigkeitszeitraums mindestens zwei Terminvorschläge in Textform unterbreitet wurden, die jeweils einen Vorlauf von mindestens drei Werktagen aufweisen und zu zumutbaren Zeiten (montags bis freitags zwischen 08:00 und 20:00 Uhr) liegen.
Die/der Klient:in ist selbst für die aktive Terminvereinbarung und Wahrnehmung der Sitzungen verantwortlich und wird gebeten, drohende Verfallsfristen rechtzeitig anzusprechen.
Die Anbieterin weist die/den Klient:in spätestens 4 Wochen vor Ablauf der Gültigkeitsdauer per E-Mail auf den bevorstehenden Verfall hin, sofern noch nicht wahrgenommene Sitzungen ausstehen.
Eine Verlängerung der Gültigkeitsdauer ist ausschließlich nach gesonderter schriftlicher Vereinbarung möglich, insbesondere bei längerer Erkrankung oder anderen von der/dem Klient:in nicht zu vertretenden Umständen.
6.4 Leistung "Aufstellung mit Stellvertretung"
Aufstellungen mit Stellvertreter:innen: Absagen von Anliegenstellern sind nur wirksam, wenn ein Ersatzteilnehmer gefunden werden kann. In diesem Fall fallen keine Kosten an.
6.4.1 Stornierung
Eine Stornierung als Anliegensteller:in vor dem vereinbarten Termin mit Stellvertretung ist nur kostenfrei möglich, wenn eine Ersatzperson gefunden werden kann, die den Platz einnimmt.
Falls es keinen Ersatz geben sollte und der Termin abgesagt werden muss, ist ein Ausfallhonorar von 50 % der vereinbarten Vergütung zuzüglich nachweislich angefallener Raumkosten fällig.
Der/dem Klient:in bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein höherer Schaden entstanden ist.
Die Absage für die Stellvertretung ist bis 48 Stunden vor dem Aufstellungs-Termin kostenfrei möglich. Bei einer späteren Absage ist der volle Beitrag fällig.
6.4.2 Umbuchung
Eine Umbuchung ist bis 7 Tage vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
Bei einer Umbuchung weniger als 7 Tage vor dem Termin wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 50 % der vereinbarten Vergütung fällig, da der ursprünglich reservierte Termin kurzfristig regelmäßig nicht mehr anderweitig vergeben werden kann.
Sollte eine Ersatzperson den Platz der Anliegensteller:in einnehmen, fallen keine Kosten an.
Der/dem Klient:in bleibt der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.
6.4.3 Nichterscheinen (No-Show)
Bei Nichterscheinen (No-Show) zum vereinbarten Termin oder bei einer Absage nach Terminbeginn wird ein pauschaliertes Ausfallhonorar in Höhe von 100 % der vereinbarten Vergütung fällig.
Ein Nichterscheinen (No-Show) liegt auch vor, wenn die/der Klient:in nicht spätestens 10 Minuten nach dem vereinbarten Terminbeginn am vereinbarten Online-Termin oder Telefonat teilnimmt und zuvor keine Mitteilung erfolgt ist.
Der/dem Klient:in bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass der Anbieterin kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Der Anbieterin bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein höherer Schaden entstanden ist. Ersparte Aufwendungen sowie eine anderweitige Verwendung der Arbeitszeit sind anzurechnen.
Als Stellvertreter:in ist bei Nichterscheinen der volle Beitrag fällig.
6.5 Absage durch die Anbieterin
Kann ein Termin aus Gründen, die die Anbieterin zu vertreten hat (z. B. Krankheit, zu geringe Teilnehmerzahl, höhere Gewalt), nicht stattfinden, wird ein Ersatztermin angeboten. Sofern kein Ersatztermin vereinbart werden kann, werden bereits gezahlte Beträge für den betreffenden Termin vollständig erstattet. Weitere Ansprüche bestehen nicht.
7. Nichtannahme von Klient:innen
7.1 Ablehnung von Terminanfragen
Die Anbieterin behält sich vor, Terminanfragen abzulehnen.
Eine Ablehnung kann insbesondere erfolgen bei
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fehlender zeitlicher Kapazität,
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fehlender fachlicher oder organisatorischer Passung oder
-
Umständen, aufgrund derer eine Durchführung der Leistung aus Gründen der Fürsorge oder Sicherheit nicht sinnvoll erscheint (z. B. bei einer akuten Krisensituation, die vorrangig medizinischer, psychiatrischer oder psychotherapeutischer Unterstützung bedarf).
7.2 Erstattung bereits geleisteter Zahlungen
Da ein Vertrag gemäß Ziffer 3 dieser AGB erst mit Zahlungseingang und Terminbestätigung durch die Anbieterin zustande kommt, besteht kein Anspruch auf Annahme einer Terminanfrage.
Bereits eingegangene Zahlungen werden im Falle der Ablehnung unverzüglich über das jeweils verwendete Zahlungsmittel erstattet.
8. Mitwirkung & technische Voraussetzungen
Die/der Klient:in ist für die Sicherstellung der technischen Voraussetzungen zur Teilnahme an Online-Sitzungen verantwortlich. Hierzu gehören insbesondere eine stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät sowie eine ungestörte und vertrauliche Gesprächsumgebung.
Kommt es aus Gründen, die der Sphäre der/des Klient:in zuzurechnen sind (z. B. technische Störungen, fehlende Internetverbindung oder Nichterreichbarkeit), zu einem Abbruch oder Ausfall eines Termins, gelten die Regelungen zu Ausfallhonorar /No-Show gemäß Ziffer 6 dieser AGB entsprechend.
9. Vertraulichkeit, Dokumentation, Unterlagen, Aufzeichnungen & Datenschutz
9.1 Vertraulichkeit
Alle persönlichen Inhalte und geteilten Informationen während der Aufstellungen werden vertraulich behandelt. Teilnehmer:innen verpflichten sich ebenfalls zur Wahrung der Vertraulichkeit gegenüber Dritten.
9.2 Dokumentation
Die Anbieterin ist berechtigt, im Rahmen der Durchführung der Leistungen Sitzungsnotizen zu erstellen und zu speichern, soweit dies für die Durchführung des Begleitungsprozesses oder zur Qualitätssicherung erforderlich ist.
Eine darüberhinaus gehende Speicherung erfolgt nur im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und der geltenden Aufbewahrungsfristen.
9.3 Verarbeitung personenbezogener Daten
Personenbezogene Daten werden von der Anbieterin ausschließlich zur Durchführung des Vertragsverhältnisses sowie zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen verarbeitet.
Weitere Informationen zur Rechtmäßigkeit der Verarbeitung entnehmen Sie der Datenschutzerklärung auf der Website der Anbieterin.
9.4 Aufzeichnung von Sitzungen
Ton- oder Videoaufzeichnungen der Prozessbegleitung sind beiden Vertragsparteien nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung der jeweils anderen Partei in Textform gestattet.
9.5 Unterlagen & Materialien
Die von der Anbieterin bereitgestellten Unterlagen, Inhalte oder Materialien sind urheberrechtlich geschützt.
Sie sind ausschließlich zur persönlichen Nutzung der/des Klient:in bestimmt.
Eine Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder Vervielfältigung – auch auszugsweise – ist ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung der Anbieterin nicht gestattet.
10. Gesundheitszustand & Eigenverantwortung
10.1. Eigenverantwortung der Klient:innen
Die/der Klient:in trägt die Verantwortung für die eigene psychische und körperliche Gesundheit. Die Angebote der Anbieterin dienen der Unterstützung, Reflexion und persönlichen Entwicklung; sie ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder therapeutische Behandlung.
Die Haftung der Anbieterin richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Die Anbieterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
10.2 Akute Krisensituation
Bei akuten psychischen Krisen, Suizidgedanken oder dem Verdacht auf Selbst- oder Fremdgefährdung ist unverzüglich professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, insbesondere über Notruf, Krisendienste oder ärztliche beziehungsweise psychiatrische Versorgung.
10.3 Parallele Behandlungen
Eine parallele psychologische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung ist grundsätzlich möglich.
Die/der Klient:in wird gebeten, die Anbieterin über relevante laufende Behandlungen oder Medikation zu informieren, soweit dies für eine sichere Durchführung und klare Abgrenzung des Coachings erforderlich ist.
11. Gerichtsstand und Erfüllungsort
11.1 Gerichtsstand gegenüber Unternehmer:innen
Gegenüber Unternehmer:innen im Sinne des § 14 BGB ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz der Anbieterin.
Die Anbieterin ist darüber hinaus berechtigt, Klage am allgemeinen Gerichtsstand der/des Vertragspartner:in zu erheben.
11.2 Gerichtsstand gegenüber Verbraucher:innen
Gegenüber Verbraucher:innen im Sinne des § 13 BGB gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
11.3 Erfüllungsort
Erfüllungsort für alle Leistungen aus dem Vertragsverhältnis ist – soweit gesetzlich zulässig – der Sitz der Anbieterin.
12. Nebenabreden, Textform und Vorrang Individualrede
Abweichende oder ergänzende Vereinbarungen zu diesen AGB bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).
Individuelle Vereinbarungen zwischen der Anbieterin und der/dem Klient:in haben gemäß § 305b BGB Vorrang vor diesen AGB.
13. Anwendbares Recht
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gegenüber Verbraucher:innen gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch nicht der Schutz zwingender gesetzlicher Bestimmungen des Staates eingeschränkt wird, in dem die/der Verbraucher:in ihren/seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
14. Salvatorische Klausel
Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
15. Widerrufsbelehrung (Verbraucher)
15.1 Widerrufsrecht
Verbraucher:innen haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie der Anbieterin (Marlene Graßl, Lessingstraße 8, 82211 Herrsching, E-Mail: willkommen@marlene-grassl.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. per E-Mail oder per Post versandtes Schreiben) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Ein Muster-Widerrufsformular finden Sie am Ende dieser AGB (Anlage 1).
15.2 Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, hat die Anbieterin Ihnen alle Zahlungen, die sie von Ihnen erhalten hat, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei der Anbieterin eingegangen ist.
Für diese Rückzahlung verwendet die Anbieterin dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.
15.3 Vorzeitiger Beginn der Dienstleistung und Erlöschen des Widerrufsrechts
Verlangen Sie, dass die Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie die Anbieterin von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen gemäß § 356 Abs. 4 BGB, wenn die Anbieterin die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem Sie
-
ausdrücklich zugestimmt haben, dass mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und
-
Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit vollständiger Vertragserfüllung Ihr Widerrufsrecht verlieren.
Die ausdrückliche Zustimmung zum vorzeitigen Leistungsbeginn sowie die Kenntnisnahme vom möglichen Erlöschen des Widerrufsrechts werden im Buchungsprozess gesondert eingeholt.

